Prädikat „Hanseat“

Der Urtypus des hanseatischen Unternehmers, mit Gehrock und hohem Zylinder, würde heute wohl etwas deplatziert wirken. Die Werte allerdings, für die Johann Peter Boesche steht, sind noch immer hochaktuell. Diese hanseatischen Tugenden sind es auch, die Boesche über 200 Jahre hinweg geprägt haben. Heute zählt das Unternehmen zu den drei größten Lotterie-Einnahmen Deutschlands – nicht zuletzt, weil es diesen Wurzeln über vier Generationen treu geblieben ist.

Kaufmännischer Wagemut & nachhaltiges Wirtschaften

Mit einer einfachen Bürotätigkeit hat alles angefangen: Als Adressschreiber hatte Gustav Carl Boesche in dem kleinen Lotterie-Kiosk am Neuen Wall gearbeitet und sich innerhalb kürzester Zeit zum Geschäftsführer hochgearbeitet. Mit Mut und der gleichen Weitsicht haben seine Nachfolger das Unternehmen weiterentwickelt und das Beste aus den jeweiligen – teils schweren Zeiten – gemacht. Nicht nur Ehrgeiz, sondern auch der Anspruch stets zu den Führenden der Branche zu gehören, teilen die vier Boesche-Köpfe bis heute. So gehörte das Geschäft bereits zu den ersten Schreibwarenläden Hamburgs, bevor es als erstes Kiosk überhaupt das Privileg erhielt, Lose der staatlichen Lotterie in Hamburg zu verkaufen. Urgroßvater, Großvater, Onkel und Neffe brachten ein, was einen guten Unternehmer auszeichnet: den Willen, sich immer wieder neu zu erfinden. Dazu gehört die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, um technologischen Veränderungen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen gewachsen zu sein. Heute ist dieser Wert fest im Leitbild des Unternehmens verankert. Nicht der Tellerrand soll die Sichtgrenze sein, sondern der Markt bestimmt den Horizont – aber stets mit der Verantwortung, den Gewinn langfristig zu sichern. Für dieses nachhaltige Wirtschaften wurde die Lotterie-Einnahme Boesche im Jahr 2005 anlässlich des 200-jährigen Bestehens von der Handelskammer Hamburg mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Verlässlichkeit & Verantwortung fürs Gemeinwohl

Gustav und Marliese Boesche Stiftung unterstützen gemeinnützige Einrichtungen in Hamburg Kaufmannsehre („Handschlag genügt“) und Verantwortung für die Stadt: Was heute unter Corporate Social Responsibility (CSR) verstanden wird, zählt seit jeher zu den typisch hanseatischen Tugenden. Sowohl das Unternehmen als auch die Familie Boesche sind über Generationen mit Hamburg verbunden und der Stadt verpflichtet. So setzt sich die Gustav und Marliese Boesche Stiftung beispielsweise für benachteiligte Jugendliche ein, unter anderem für die Initiative „Gefangene helfen Jugendlichen“ (GHJ), die Circusschule Tribüne oder das Projekt „Bunte Kuh e.V.“. Durch sein gemeinnütziges Engagement außerhalb Deutschlands zeigt Gustav Carl Eduard Boesche auch Dankbarkeit für das „Glück im Unglück“, das er während des zweiten Weltkriegs hatte. Während seiner vierjährigen Kriegsgefangenschaft wurde er sehr gut behandelt, dafür möchte er sich mit sozialen Projekten in Ex-Jugoslawien, Kroatien, Bosnien und Serbien kenntlich zeigen. Auch in Griechenland, wo er während des Krieges eingesetzt war, hat er sich stark engagiert. Johann Peter Boesche spendet regelmäßig für die Stiftung seines Onkels.

Gustav und Marliese Boesche Stiftung unterstützen gemeinnützige Einrichtungen in Hamburg

Anstand & Fairness

Johann Peter Boesche steht für Anstand & Fairness Faires Handeln zählt zu den Leitmotiven von Boesche und gilt als Basis des gegenseitigen Vertrauens. Dieser Grundsatz umfasst auch die persönliche Betreuung und intensive Beratung der Kunden zu allen Fragen des Lotterie-Geschäfts. Bei hohen Summen müssen Gewinner den Gewinn in der Hamburger Zentrale entgegennehmen und werden zu den möglichen Folgen – im Positiven wie im Negativen – aufgeklärt. Aber auch zu Sightseeing-Touren werden die Gewinner eingeladen. Dieser familiäre und vertrauensvolle Umgang ist auch fester Bestandteil der Unternehmensführung. Die Tür von Johann Peter Boesche steht für seine Mitarbeiter immer offen, auch bei schwierigen Themen. Größere Beschwerden von Kunden sieht er sich persönlich an, in alle Entscheidungen ist der Urgroßenkel des Firmengründers involviert. Auch für private Probleme seiner Angestellten hat Johann Peter Boesche ein offenes Ohr. Im Gegenzug halten die Boesche-Mitarbeiter dem Unternehmen über Jahrzehnte die Treue: Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt bei 30 Jahren, auch im Ruhestand arbeiten einige noch 2-3 Tage die Woche für ihren ehemaligen Arbeitgeber – einfach aus Begeisterung. Johann Peter Boesche selbst sagt: „Wir fühlen uns wie eine große Familie“.

Johann Peter Boesche steht für Anstand & Fairness

Familiensinn und Stolz

Familiensinn und Stolz Familienzusammenhalt ist der Kern der Unternehmenskultur bei Boesche. Nicht nur, dass die Führung seit vier Generationen in Familienhand liegt, zeitweise gehörten sogar alle Angestellten zur Familie Boesche. Sie hatten bis 1949, während der Kriegsgefangenschaft von Gustav Carl Eduard Boesche versucht, das Geschäft aufrechtzuerhalten. Noch heute ist das Unternhemen Mittelpunkt des Familienlebens. Beide Söhne von Johann Peter Boesche würden gern den Betrieb übernehmen, der ältere hilft bereits ab und zu im Unternehmen aus. Auch auf Betriebsfeiern und Ausflügen sind die Jungen dabei und kennen schon jetzt alle Mitarbeiter.

Familiensinn und Stolz

Zurückhaltung und Selbstironie

Zurückhaltung und Selbstironie Bei Gewinnbeträgen von über 100.000 Euro lässt es sich Johann Peter Boesche nicht nehmen, selbst per Telefon zu gratulieren und zu fragen: „Haben Sie noch Platz auf Ihrem Konto?“. Über sich selbst sagt er, dass er zu sehr Hamburger Kaufmann sei, um auf großem Fuß zu leben. Wenn er allerdings in der Lotterie gewinnen würde, würde er etwas Dummes mit dem Geld tun, zum Beispiel ein Motorboot kaufen. Eine Straße, die nach der Familie Boesche benannt ist, muss es aber dann doch nicht sein. In der ersten Reihe zu tanzen, gehört nicht zu den Hamburger Kaufmannstugenden, sagt er.

Zurückhaltung und Selbstironie

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